Die Gründer der
Deutsch-Indischen Stiftung.

Susanne
Limbach
„Dort, wo Menschen eine Chance erhalten, entstehen neue Perspektiven, Selbstvertrauen und Zukunft.
Gemeinsam können wir dazu beitragen.“
Susanne Limbach wurde am 27. Juni 1961 im Saarland geboren. Die Kindheit in einem Arzthaushalt prägte ihr Verständnis von Menschlichkeit. Sie erlebte schon früh, dass Verantwortung, Fürsorge und die Bereitschaft zu helfen selbstverständlicher Teil des täglichen Lebens sind. Gleichzeitig eröffnete ihr der bäuerliche Alltag ihrer Großeltern in einer Heimat, die stark von Bergbau und Stahlindustrie geprägt war, tiefe Einblicke in die unterschiedlichen Lebensverhältnisse vieler Menschen. Dass sie in einem Dreiländereck groß wurde, weckte ihre Offenheit für andere Kulturen und Lebensweisen. Die direkte Nähe zu Luxemburg und Frankreich gehörte für sie von klein auf zum Alltag. Mit dem Zusammenwachsen Europas erlebte sie, wie Grenzen an Bedeutung verloren und sich Menschen verschiedener Kulturen ganz selbstverständlich näher kamen. Für sie waren Sprachen dabei nie Barrieren, sondern Brücken zwischen den Menschen.
Nach einer Ausbildung zur Landwirtin entschied sich Susanne Limbach für ein Diplomstudium der Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Beides prägte ihren weiteren Lebensweg: der verantwortungsvolle Umgang mit Natur und Tieren ebenso wie ein tiefes Verständnis für die vielfältigen Lebensumstände der Menschen. Therapeutische und Coaching-Ausbildungen schärften ihren Blick für Zusammenhänge, stärkten ihre Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam mit anderen tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Mehr als drei Jahrzehnte begleitete Susanne Limbach im Personalbereich der saarländischen Stahlindustrie Mitarbeitende und ihre Familien in den unterschiedlichsten Lebenslagen – von den Herausforderungen des Berufsalltags bis zur Unterstützung in persönlichen und gesundheitlichen Krisen.
Aus ihrem beruflichen Wirken wuchs die Überzeugung, dass Veränderungen möglich werden, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, Vertrauen aufbauen und bereit sind, einander authentisch und verlässlich zu begegnen.
Seit 2006 reist Susanne Limbach regelmäßig nach Indien. Die Erfahrungen mit den Menschen vor Ort sowie der Einblick in die Arbeit verschiedener sozialer Einrichtungen entfachten ihren Wunsch, sich dauerhaft für die Menschen in Indien und deren Lebensperspektiven zu engagieren.
2014 lernte sie Pfarrer Jean Jose Joseph Rose Mary kennen. Daraus entwickelte sich eine vertrauensvolle und von großer Tatkraft geprägte Zusammenarbeit. Gemeinsam gründeten sie 2017 den Förderverein Indienhilfe Saar e.V. und 2025 die DEUTSCH-INDISCHE STIFTUNG – Susanne Limbach & Jean Jose Joseph Rose Mary.
Die Stiftungsgründerin ist fest davon überzeugt, dass Hilfe dort ihre größte Wirkung entfaltet, wo Menschen neue Chancen erhalten, Vertrauen in sich selbst gewinnen und ihren eigenen Weg gestalten können.
„Das Leben hat mich reich beschenkt. Mit dieser Stiftung möchte ich etwas davon an andere weitergeben.“
Jean Jose
Joseph Rose Mary
„Wir gestalten die Zukunft nicht allein, sondern miteinander: mit Herz und Verstand, aus Achtung vor dem Leben und im Vertrauen darauf, dass unser Handeln zählt.“

Jean Jose Joseph Rose Mary wurde am 1. Mai 1985 in Kirathoor, Tamil Nadu, Indien, als zweites Kind von Rose Mary und Joseph geboren. Seine schulische Ausbildung absolvierte er an der Mar Grigorios Matriculation School in Kirathoor sowie an der Carmel Higher Secondary School in Nagercoil.
Es folgten ein Studium der Philosophie an der University of Kerala in Trivandrum und ein Theologiestudium an der Pontifikalen Universität Urbaniana in Rom. Seine priesterliche Ausbildung erhielt er zunächst am St. Ephraem Minor Seminary in Elavuvilai (Kanyakumari) und später am St. Mary’s Major Seminary in Trivandrum. Im Jahr 2012 empfing Jean Jose in Indien die Priesterweihe.
Zudem erwarb er einen Masterabschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Anna Universität in Chennai. Derzeit promoviert er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt philosophische Gotteslehre.
Seit 2012 ist er in der Seelsorge tätig – zunächst in verschiedenen Gemeinden in Indien und seit März 2019 auch in Deutschland. Neben seiner priesterlichen Tätigkeit engagiert er sich besonders im Bildungs- und Sozialbereich. Er war Direktor der Institution Health for One Million (HOM), die in Indien Gesundheit und Entwicklung fördert, sowie Direktor der Malankara School of Commerce in Mariagiri, Tamil Nadu.
Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied des Fördervereins Indienhilfe Saar e.V. sowie Gründungsvorstand der DEUTSCH-INDISCHEN STIFTUNG – Susanne Limbach und Jean Jose Joseph Rose Mary. Außerdem engagiert er sich als Präses der Kolpingfamilie Geislingen und ist Mitglied des Migrationsbeirats im Zollernalbkreis Baden-Württemberg.
Jean Jose ist mehrsprachig aufgewachsen. Neben Deutsch, Englisch und Italienisch spricht er Tamil als Muttersprache sowie Malayalam als weitere indische Sprache. Im Jahr 2025 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft.
Dank seiner breit gefächerten Ausbildung, seiner internationalen Erfahrung und seines großen Engagements für Kirche, Bildung und Entwicklung schafft er wertvolle Verbindungen zwischen Indien und Deutschland – auf geistlicher, sozialer und kultureller Ebene.